Schritt für Schritt zur Karriere

Auch wenn in der deutschen und internationalen Geschäftwelt die hierarchischen Strukturen nach und nach flacher werden, bedeutet ein Aufstieg trotzdem noch große Anstrengung. Neben profundem Fachwissen ist eine gute Integration in die Strukturen des Unternehmens unabdingbar. Sich gut zu positionieren heißt, die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zum eigenen Vorteil zu nutzen. Hierbei kann es für die eigene Karriere hilfreich sein, eventuelle Nischen zu besetzen, Anforderungen und Bedürfnisse des entsprechenden Unternehmenszweigs zu erkennen, aufzuzeigen und sich fachspezifisches Wissen hierzu anzueignen.

Breites Wissen kann in jedem Fall hilfreich sein, sich einen soliden Ausgangspunkt zu sichern, um von dort aus dem Karriereleiter hinauf zu steigen. Entscheidend kann dabei der Aufbau des Unternehmens sein, ebenso wie auch der Handlungs- und Entscheidungsspielraum der einzelnen Mitarbeiter. Sich im Karriere spezifischen Sinne wertvoll zu machen bedeutet, über Wissen zu verfügen, welches bestimmten Teilen des Unternehmens Vorsprung vor den Konkurrenzfirmen und womöglich das Ansiedeln in einem neuen Segment ermöglicht.

Insofern gilt es für den Karriere bewussten Mitarbeiter diese Bedürfnisse zu erkennen, vielleicht sogar zu wecken, um darauf hin in Fortbildungen und/oder durch das Studium von Fachliteratur diese Kenntnisse zu vertiefen.

Die Bereitschaft zu Mehrarbeit, zu großem privaten Engagement und auch zu akzeptieren, dass man womöglich vorerst nicht für diese Anstrengungen finanziell entschädigt wird, sind sicher Voraussetzungen, um im Unternehmen aufzusteigen. Auch sollte man seine Schritte genauestens planen und sich kleinere, realistischere Ziele setzen, die man auch in einem überschaubaren Zeitraum erreichen kann. Vom Hilfsarbeiter zum Gebietsleiter ist in diesem Sinne eher ein Fernziel.

Auch kann es förderlich sein, sich in die bestehenden sozialen Gefüge gut einzubinden, die Organisation von dem ein oder anderen Betriebsfest (mit)übernehmen oder auch nachzufragen, ob man aus der Pause etwas mitbringen soll. Genauso sollte man sich auch für wenig herausfordernde Aufgaben nicht zu schade sein und diese gewissenhaft bearbeiten. Oftmals ist das Übertragen dieser Aufgaben auch eine Art Test, die Bereitschaft und Gewissenhaftigkeit des Arbeitnehmers zu testen.

Karriere machen bedeutet also auch, sich neben der fachlichen Qualifikation tatsächlichen einen Namen zu machen, sich gut zu positionieren, hervorzuheben und es den Vorgesetzen dadurch schwer zu machen, bei der nächsten Beförderung übergangen zu werden. In diesem Sinne kann gutes Networking innerhalb der Belegschaft auch eine Art Lobbyarbeit für die nächste Beförderung bedeuten.